
Wir vermieten wilde Weihnachtsbäume aus eigenem Wald. Fichten, die durch Naturverjüngung natürlich gewachsen sind.
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Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich die Fichten in meinem Wald aufgrund eines Borkenkäferproblems fällen musste. «Fichten sind bei uns im Mittelland eigentlich nicht heimisch. Es ist ihnen zu trocken und sie sind deshalb anfällig für Borkenkäfer.» Ausserdem würden sie den klimaresistenteren Eichen im Wald den Platz wegnehmen. «Da die jungen Bäume in meinem Wald sowieso keine Überlebenschancen haben, habe ich mich dazu entschieden, sie auszustechen und zu vermieten.»
Der Miet-Weihnachtsbaum stammt aus unserem Wald in der Gemeinde Dägerlen im Zürcher Weinland. Er wurde von den Mutterbäumen natürlich verjüngt und ist wild gewachsen. Deshalb kann er vom Weihnachtsbaumschönheitsideal ein wenig abweichen.
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Ausstellung beim Güterschuppen, Bahnhof Wülflingen
Sa. 09.12.23 14-17 Uhr
Fr. 15.12.23 17-19 Uhr
Sa. 16.12.23 14-17 Uhr
Fr. 22.12.23 17-19 Uhr
Sa. 23.12.23 14-17 Uhr
Oder nach telefonischer Vereinbarung
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Mietpreise: (Höhe inkl. Topf)
60-200cm ab Fr. 60.- bis 200.-Für zusätzlich Fr. 60.- wird ihr Baum geliefert und wieder abgeholt.
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Der Baum benötigt keinen Weihnachtsbaumständer. Zum Tragen, Bewegen und Platzieren den Baum stets am Topf anpacken. Bitte nicht am Wipfel halten. Bitte achten Sie darauf, dass der Weihnachtsbaum nicht in unmittelbarer Nähe einer Wärmequelle steht (Heizungsradiator, Ofen oder Lampe). Ein Abstand von einer Wärmequelle von 120 cm ist sinnvoll. Die Raumtemperatur soll 21°C nicht übersteigen.
Die Fichte lebt bis vor der Lieferung stets draussen. Um dem Baum möglichst wenig Stress zuzumuten sollte er nicht zu lange im geheizten Wohnraum sein: Maximal 14 Tage, je kürzer desto besser. Den Baum vom Wohnraum nicht direkt ins Freie stellen. Dies gilt vor allem bei Aussentemperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Der Tannenbaum benötigt im Wohnzimmer ausreichend Wasser. Die Erde soll regelmässig feucht sein. Sobald Wasser in den Unterteller fliesst, die Wassergabe sofort stoppen.
Sie können den Weihnachtsbaum wie gewohnt schmücken. Bitte achten Sie darauf, dass die oberste Baumspitze, nicht beschädigt oder abgeschnitten wird. Kerzen die stark tropfen sind für den Baum nicht ideal, ebenso Glitzer und Schneesprays. Achten Sie darauf, dass beim Abräumen der Dekoration keine Schäden am Baum entstehen. Besonders die obersten Äste, sowie die Spitze, sind sehr empfindlich. Der Baum dankt es Ihnen, da er so im nächsten Jahr wieder für frohe Weihnachtsstimmung im Wohnzimmer sorgen kann.

«Meine Bäume sind keine Models.
Aber nachhaltig sind sie auf jeden Fall.»
Edwin Scherrer, Landschaftsgärtner und Umweltingenieur.
Geschäftsinhaber Garten&Handwerkerei Scherrer
Weihnachtsbäume im Topf
«Ich vermiete seit drei Jahren Bäume im Topf und mir ist noch nie ein Baum gestorben», sagt Edwin Scherrer aus Winterthur. Der 39-Jährige vermietet seine Bäume beim Bahnhof Wülflingen in Winterthur. Anders als die eingangs erwähnten Produzenten setzt Scherrer allerdings auf Fichten. «Diese haben eine Flachwurzel und sind daher geeigneter für den Topf.»
Insgesamt hat Scherrer 50 Bäume, die er jedes Jahr vermietet. «Kundinnen und Kunden haben die Möglichkeit, jedes Jahr den gleichen Christbaum zu mieten», sagt Scherrer. «Die Bäume wachsen mit der Familie mit.» Damit die Bäume das Topfleben gut überstehen, brauchen sie allerdings viel Pflege.
Da die Bäume aufgrund des Aufenthalts in der Stube anfangen, Saft zu produzieren, sei es zum Beispiel wichtig, sie danach vor Minustemperaturen zu schützen. «Sonst gefriert der Saft unter der Rinde.» Er nehme die Bäume deshalb rein, wenn es zu kalt werde.
Den Sommer verbringen die Bäumchen dann in Scherrers Garten, wo sie regelmässig gewässert und mit Unkraut aus dem Garten gedüngt werden. Die aufwendige Pflege schlägt sich im Preis nieder: Wer bei Scherrer einen 95 Zentimeter grossen Baum mieten will, zahlt ca. 90 Franken.
Dadurch, dass die Bäume aus dem Wald kämen und sich dort ihren Platz mit anderen Bäumen teilen mussten, seien sie teilweise etwas struppiger. «Meine Bäume sind keine Models, aber nachhaltig sind sie auf jeden Fall.»
Aus Der Landbote, 21. Dezember 2021 von Fabienne Grimm
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